Arbeitsstelle Gerechtigkeit und Frieden
Lüdinghausen, e.V.

Freiheit Wolfsberg 2 
59348 Lüdinghausen 
Tel/Fax 02591-3911
 


Was können Sie von uns erwarten?

Mit wem arbeiten wir nahe zusammen

Was gibt es Neues?

Unser Gästebuch

GEFANGEN

Gefangen in den Strukturen dieser Welt sah sich und seine Landsleute vor ca. 25 Jahren ein sambischer Schüler bei einem zeichnerischen Gedankenaustausch. Diesen hatte die "Arbeitsstelle Gerechtigkeit und Frieden", e.V., Lüdinghausen, zwischen Schülern aus Sambia und Lüdinghausen und Umgebung angeregt. Lange zierte dieses Bild die Ostwall-Grundschule in LH. Es wurde auch zum Symbol der "Arbeitsstelle", erinnert es doch an ein wesentliches Ziel des Vereins, unsere Augen zu öffnen für die Not vieler Menschen in den "Entwicklungsländern", aber nicht minder bei den Menschen dort Verständnis für unsere Probleme zu wecken.

Wir versuchen nun seit 1972 über


Was können
Sie von uns
erwarten?

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Hier ein kurzer Überblick über einige wichtige Ereignisse und Veranstaltungen, die wir in den vergangenen 25 Jahren in Lüdinghausen und näherer Umgebung mitorganisiert haben. Die Zusammenfassung zeigt die Vielfalt unserer Methoden, über die wir Interesse für unser Anliegen wecken wollen, und soll mögliche Anregungen für andere Interessierte bieten. Sie wollen mit Ihrer Organisation in diesem Bereich aktiv werden? Melden Sie sich und fragen nach!

1974 erhält die Arbeitsstelle Gerechtigkeit und Frieden die Theodor Heuss Plakette als Anerkennung für die bislang einmalige Arbeit im Rahmen entwicklungspolitischer Bewußtseinsbildung. Besonderes Kennzeichen dieser Arbeit ist die Gemeindenähe und der Versuch, über direkte Kontakte zu Partnern in der "Dritten-Welt" mehr Einsichten in die Vielschichtigkeit der unterschiedlichen Kulturen und Lebensbedingungen zu verschaffen. Reisen nach Sambia und der Aufbau von Partnerschaften zu unterschiedlichen Pfarrgemeinden dienen diesem Ziel. Folgende Gemeinden unterhalten seit 1974 in Richtung Sambia Partnerschaften:

St. Felizitas, Lüdinghausen    Monze
St. Josef, Selm    Charles Lwanga (Lusaka)
Bork    Mandevu (Lusaka)
Nordkirchen    Mtendere (Lusaka)


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Der kath.Bischof von Lusaka, Milingo, unterstreicht: "Die Glaubwürdigkeit Eueres Einsatzes für uns mißt sich an Eurem Einsatz gegen die Apartheid!". Es beginnt eine intensive Auseinandersetzung mit den Verhältnissen in Südafrika. Der Einsatz gegen die Apartheid führt zu harten Auseinandersetzungen. Freunde des Apartheidregimes scheuen sich nicht, Informationsveranstaltungen zu sprengen und die Referent(inn)en als Kommunisten zu beschimpfen. Später bildet sich ein spezieller Südafrikakreis, der unterschiedlichste Aktivitäten gegen die Apartheid entwickelt.
  BISCHOF MILINGO IN SEPPENRADE   Engagierte und erfahrene Persönlichkeiten informieren auf gut besuchten Veranstaltungen zu unterschiedlichen Menschenrechtsthemen. Die Politik- und Wirtschaftsjournalistin Ruth Weiss, eine absolute Südafrikanerin, wird auf diesem Wege zur ständigen Begleiterin der Arbeit. Sie begleitet Reisegruppen aus Lüdinghausen nach Sambia, bringt uns aber auch immer wieder über Vorträge wie über Erzählungen Südafrika in Erinnerung.
Unser INFO hält den Kontakt zu den Mitgliedern aufrecht. Es soll einen Überblick über die verschiednen Aktivitäten vermitteln und auch einige grundlegende Informationen weitergeben. Im Juni 1977erscheint. Das erste INFO erscheint im Juni 1977. 57 Ausgaben dieser INFOS liegen bislang vor. Auf Sternwanderungen setzen sich unterschiedliche Gruppierungen und Einzelpersonen mit den Herausforderungen dieser Welt auseinander, spüren den unausbleiblichen Widersprüchen des eigenen Lebensstils nach und suchen nach dem persönlichen richtigen Weg.

Die jährliche Misereor-Aktion unterstützen wir seit 1976, indem wir einen thematischen Einstieg in die jeweilige Problematik liefern, die Materialien vorstellen und mit den Interessierten nach gemeinsamen Umsetzungsmöglichkeiten suchen. Nachmittage zur Einstimmung in das "Hungertuch" sind immer sehr beliebt.

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  KONFLIKT  


Das neue Jahrzehnt beginnt mit einem handfesten Krach. Ein Flugblatt des Sachausschusses Entwicklung und Frieden St. Felizitas informiert unter der Überschrift "Nestlé tötet Babys" über den Unterschied zwischen einer eigenen "Aktion Milchpulver für Sambia" und der Kritik an dem Milchpulverexport von Nestlé. Die Nestlé-Tochter "Maggiwerke Lüdinghausen" sieht sich verunglimpft. Die Kritik wird bis zum Bischof vorgebracht. Dieser sieht nach Prüfung der Unterlagen keine Bedenken, die Flugblätter in der Pfarre zu verteilen.

Über 50 Personen sammeln über mehr als 10 Jahre viermal jährlich in Lüdinghausen Altpapier, um es der Wiederverwertung zuzuführen. Zahlreiche Firmen und Landwirte stellen kostenlos ihre Fahrzeuge zur Verfügung. Als Ende der 80er Jahre das Papiersammmeln für alle Lüdinghauser verpflichtend wurde, war dieses für viele Bürger schon lang geübte Praxis. Mit der Kommerzialisierung dieses Bereiches mußte auch die Sammlung eingestellt werden. Die Einnahmen aus dem Papierverkauf unterstützten unterschiedliche Projekte in benachteiligten Ländern.


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Der "Eine-Welt-Laden" feierte im November 1996 sein 15jähriges Bestehen. Er will ein Zeichen gegen die ungerechten Welthandelsbedingungen setzen. Immer wieder finden sich gerade Jugendliche, die über den Verkauf von Waren aus der "Dritten Welt" helfen wollen, den Produzenten einen faireren Preis für ihre Produkte zu ermöglichen. Viele Pfarrgemeinden und Schulen kaufen auch hier ihre Produkte für ihre eigenen "Dritte-Welt-Stände".


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Indien kommt" heißt eine der vielen Ausstellungen, die wir in Lüdinghausen organisieren. Um die Ausstellungen herum werden unterschiedliche Veranstaltungen angeboten. Über Märchen aus fernen Ländern, Liedernachmittage, Informationsstände aber besonders praktische Dinge wie Töpfern, Spinnen u.s.w. versuchen wir, Interesse und Verständnis für andere Kulturen zu wecken.


  INDIEN KOMMT ZU UNS  

Entwicklungspolitische Fragen sind vielfach nicht einfach zu verstehende wirtschaftspolitischeZusammenhänge. Bei Informationsveranstaltungen legen wir immer Wert auf Fachleute, die komplizierte Sachverhalte fachgerecht aber verständlich vermitteln können.

Wie die bolivianische Gesang- und Liedergruppe "Las Masis" laden wir immer wieder Lieder- und Theatergruppen aus anderen Ländern eingeladen, die neben aktuellen Informationen über ihre Heimat uns für ihre jeweilige Kultur begeistern.

Zur Tradition ist mittlerweile das Engagement der "Berliner Compagnie" geworden. Ihre aktuellen Theaterstücke stellen den Bezug zu uns her und zeigen immer wieder die vielfältigen Verpflechtungen dieser Welt auf.

"Kulturbeutel" heißt ein Veranstaltungswochenende, das wir mit den Jugendräumen und vielen anderen Gruppierungen im Burghof und den Jugendräumen durchführen. Zahlreiche Zuschauer bewundern eine tamilische Tanzgruppe, unterschiedliche Kabaretts, Jazzkünstlern wie dem chinesischen Löwentanz u.a..



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Immer mehr rückt die Arbeit mit Flüchtlingen in den Vordergrund der Aktivitäten. Ausgehend von Einzelfallhilfe, werden Feste organisiert, deren wichtigstes Ziel die Integration sein soll. Mit Unterstützung der Stadt gelingt es uns in Eigenarbeit Räumlichkeiten zum Internationalen Café umzuarbeiten, wo heute Treffen, Sprachkurse, Hausaufgabenhilfe, Spielangebote u.ä. durchgeführt werden. Erfreulich: mittlerweile organisieren die Partner ihre Treffen weitgehend alleine.


  ARBEITSKREIS ASYL  

Ende 1996 bewilligt uns das Land NRW die Bewilligung eine "psychosoziale Beratungsstelle". Wir können ganztägig zwei Sozailarbeiterinnen einstellen, die Flüchtlinge in ihrer schwierigen Lebenssituation beraten und Perspektiven entwickeln.


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25 Jahre Arbeitsstelle Gerechtigkeit und Frieden

JUBILAEUMSFEIER

25 Jahre Arbeitsstelle Gerechtigkeit und Frieden. Viele Gruppen helfen, die beiden Feirtage zu gestalten. Zahlreiche Mitglieder aber auch Gäste finden sich ein, um den Geburtstag gebührend zu feiern. Als Ehrengäste kommen Ruth Weiss und Dennis Goldberg. Dennis Goldberg, als einziger Weißer in Südafrika mit Nelson Mandela wegen ihres Widerstandes über 20 Jahre eingekerkert, berichtet über Erfahrungen des Freiheitskampfes und Perspektiven für Südafrika. Sein persönliches Charisma beeindruckt zusätzlich. Kurzgeschichten von Ruth Weiss verstärken den Eindruck. Wiedersehen, miteinanderfeiern,erinnern und planen bilden einen angemessenen Rahmen.

 RUTH WEISS


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Mit wem arbeiten wir
nahe zusammen?

"Gefangen" in internationalen Strukturen!

Einsatz für die "Befreiung": eine gemeinsame Aufgabe!

Wir unterstützen uns gegenseitig!       

Eine-Welt
Arbeitsstelle Gerech-
tigkeit und Frieden
Lüdinghausen e.V.

Konrad Kleyboldt
Freiheit Wolfsberg 2
59348 Lüdinghausen

Menschenrechte                          Partnerschaft
ACAT (Aktion der Christen             Sachausschüsse
zur Abschaffung der Folter)              Entwicklung und
                                                        Frieden der
Magdalene Marx                              Kirchengemeinden
Patzlarweg
59348 Lüdinghausen

fairer Handel
EINE-Welt-Laden
Steverstraße

Maria Richter
Oststraße 1
59399 Olfen
Nachhaltige Entwicklung AK-Zunkunft

Gerd Dabrowski
Breslauer Ring 31
59348 Lüdinghausen

GEFANGEN Bewahrung der Schöpfung
BUND
(Bund für Umwelt und Natur Deutschland)

Ilse Everts
Breslauer Ring 32
59348 Lüdinghausen
          

Frieden
Pax Christi

Karl-Heinz Kocar
Am Dorn 15
59348 Lüdinghausen
        

eventuell Sie ?

Zukunft der Kinder
Terre des Hommes

Elisabeth Brandenburg
Brucknerstraße 13
59348 Lüdinghausen

Wir sind froh, zahlreiche Aktivitäten zum Themenbereich Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung in Lüdinghausen anbieten zu können. Sie können übrigens selbst in all diesen Gruppen mitarbeiten. Oft hilft auch schon eine finanzielle Unterstützung. Sie können uns mit einer Spende unterstützen oder langfristig mit einer Mitgliedschaft. Der Beitrag beläuft sich auf 48 DM im Jahr. Beides ist steuerlich absetzbar.


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An die
Arbeitsstelle Gerechtigkeit und Frieden,e.V.   Freiheit Wolfsberg 2   59348 Lüdinghausen

Ich werde Mitglied der Arbeitsstelle Gerechtigkeit und Frieden,e.V.,Lüdinghausen.

Name:....................................................................................

Adresse:.................................................................................

Ich erlaube der Arbeitsstelle Gerechtigkeit und Frieden, e.V., von meinem Konto Nr. ........................ bei der

................................(BLZ.................) jährlich 48 DM abzubuchen. Eine Spendenquittung erhalte ich direkt zum Jahresbeginn des folgenden Jahres. Diese Erlaubnis ist jederzeit widerrufbar.

Datum............................................. Unterschrift................................................



Was gibt es Neues?  

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Liebe Mitglieder, liebe Interessierte,

heute können wir die erfreuliche Mitteilung weitergeben: Für dieses Jahr hat das Land uns endlich eine Kostenübernahme für unser Projekt "psychosoziale Betreung von Flüchtlingen" - wenn auch nicht unerheblich gekürzt für unsere Fachkräfte bestätigt. Damit sind wir in der Lage, eine wichtige Aufgabe weiterführen, mit der wir erst vor wenigen Monaten begonnen haben.

Wenn nicht viele von Ihnen großzügig über Spenden und Darlehen die Zwischenfinanzierung gewährleistet hätten, wäre das Projekt bereits gestorben. So kann zumindest bis Ende des Jahres die Arbeit fortgesetzt werden. "Ihr glaubt doch nicht, daß ein Idiot auf diese unsichere Sache hin Euch einen Pfennig zur Verfügung stellen wird!" In dieser oder ähnlicher Form lehnten einige Angesprochene eine Beteiligung grundsätzlich ab. Umso erfreulicher war es, zu erleben, wie innerhalb kurzer Zeit ca. 30 "Idioten" mit Geldzusagen von 30 DM bis zu einigen 1000 DM zeigten, daß sie andere Wertvorstellungen haben, nach denen sie ihr Leben ausrichten.

Die beste Belohnung für die "Spender" ist sicherlich die engagierte Arbeit der beiden Sozialarbeiterinnen. In vielen Fällen konnten sie bereits konkrete Hilfe und Unterstützung leisten. Dennoch ist ersichtlich, daß sie nicht allen Anfragen so gerecht werden können, wie es wünschenswert wäre, zumal die Zahl der Abschiebungen extrem zunimmt. Umso deutlicher wird, wie nötig für die Einzelfälle die unterstützende Arbeit des Beratungsprojektes ist. Die Finanzkürzungen des Landes in Höhe von 8 000 DM belasten unseren Haushalt enorm. Zudem bringt die laufende Arbeit natürlich einen deutlich höheren Finanzaufwand für die laufenden Kosten mit sich. Für Spenden wären wir daher dankbar. Arbeitsstelle Gerchtigkeit u.Frieden,e.V. , Lüdinghausen Konto: Sparkasse Coesfeld (BLZ 40154530), Stichwort: Projektunterstützung.

Ein herzliches Dankeschön gilt aber auch allen, die sich im Rahmen unseres Jubiläums einfanden. Unser Vorhaben von Wiedersehen, Feiern und Information konnte so gelingen und die intensive Vorarbeit hat sich insoweit ausgezahlt. Es war schön, viele Bekannte wiederzutreffen, die man oft schon seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hat. Noch klingen uns die bestärkenden Worte einiger von ihnen in den Ohren, die die Bedeutung der Arbeit unterstrichen.Der Eine-Welt-Laden feierte sein 15jähriges Bestehen. " Die Erfahrungen mit dem Laden waren für meine Sozialisation entscheidend!" unterstrich einer der ehemaligen Ladenmitarbeiter. Kann ein Lob größer ausfallen und die Bedeutung des Ladens knapper beschrieben werden? Die Frage der Existenz des Ladens stellt sich augenblicklich eher durch die Umorganisation der GEPA. Es bleibt zu hoffen, daß mit der Konzentration auf relativ wenige Produkte die Zielsetzung erhalten bleibt.

Die Mitgliederversammlung der Arbeitsstelle Gerechtigkeit und Frieden, e.V., Lüdinghausen, entlastete einstimmig den Vorstand. Wiedergewählt wurden:

Im Juni findet eine Umweltwoche statt. In diesem Zusammenhang ist am Samstag, 14. Juni, ein Umweltmarkt aufgebaut. Der Arbeitskreis Zukunft beteiligt sich mit einem Stand. Neben Informationen zu Zukunftsaufgaben unserer Gesellschaft wird ein interessanter Quiz angeboten, wo jeder von uns testen kann, inwieweit er über Kenntnisse zu umweltpolitischen Sachfragen verfügt. Den Sieger(inne)n winken Sachpreise.

Auch in diesem Jahr stehen für entwicklungspolitische Arbeit von Initiativgruppen in den Kommunen Gelder zur Verfügung. Für Lüdinghausen beträgt der Landeszuschuß etwa 12 000 DM. Die Gelder des vergangenen Jahres wurden nur zur Hälfte an die zuständigen Organisationen ausgezahlt. Begründung der Stadt: ein Fest der Begegnung sollte in 1997 organisiert werden. Bislang ist hiervon noch nichts bekannt. Sollte es hierzu nicht kommen, werden die Initiativen das Geld für ihre Arbeit beanspruchen.


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